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14 Die Schifffahrt und das Ende der Reise


19.05.2004 - 6:23 Uhr - Ozean
Abschied, eine Reise geht zu Ende!


Zurück in Deutschland!
Nach insgesamt 25 Tagen auf See sind wir am Montag morgen im Hamburger Hafen angekommen.
Zum letzten Mal haben wir unser Gepäck verzurrt und nach einem kurzen Frühstück sind wir schließlich aus dem dicken Schiffsbug hinausgefahren. Alles verlief völlig ohne Probleme, keine weiteren Zollfragen oder irgendwelche Stempel. Einfach durch die schon geöffnete Schranke und ab auf die Autobahn...
Auf der ersten Tankstelle dann das unglaubliche, direkt werden wir von 2 Frauen auf spanisch angesprochen. Sind wir doch noch nicht in Hamburg, schießt es uns durch den Kopf? Nein, 2 Chileninnen haben unsere Aufkleber auf den Motorradkoffern entdeckt und staunen, als wir ihnen erzählen, das wir gerade aus ihren Land über den Ozean gekommen sind. Ein letztes „suerte“ rufen sie uns zu, bevor wir uns auf die A1 Richtung Wuppertal begeben...

Die Tage an Board dieses riesigen Schiffes sind zum Schluß doch ein wenig lang geworden. Zusammen haben wir dort jeder 6 deutsche Bücher verschlungen, die andere Reisende nach ihrem Trip für die Passagiere zurückgelassen haben. Welch ein Glück, wir hatten doch jeder anfangs nur ein Buch dabei...das wäre eng geworden!
Die Schifffahrt ist insgesamt sehr ruhig verlaufen, das Schaukeln des Bootes hat mit stetig wachsender Ladung immer mehr abgenommen. Unglaublich was für eine Ladungskapazität so ein riesiger Dampfer hat. Insgesamt hatten wir tausende von Autos, viele Busse, Lkw´s und Bagger geladen, dazu kommen noch hunderte von Containern und sonstigem Material wie z.B. Windmühlenfluegel.
An jedem Hafen wird dann Tag und Nacht gearbeitet, Ladung gelöscht und neue verladen. Während der arbeiten hatten wir meistens die Möglichkeit, ein wenig in die Stadt zu gehen und somit ein bisschen Abwechslung vom blauen Meer zu bekommen.
An Board haben wir die Zeit in der Hängematte oder in unserer Kabine mit lesen verbracht. Es ist gut, auf diese Weise eine solche Reise ausklingen zu lassen. Das Erlebte lässt sich so besser verarbeiten, auch die Zeitumstellung folgt in ruhigen, stündlichen Schritten.
Das Essen an Bord war leider eine Enttäuschung, vielleicht sogar eine Frechheit...anfangs dachten wir noch, ein italienischer Koch könnte doch eigentlich nichts falsch machen. Weit gefehlt, schlechter gings wirklich nicht mehr. An Einfallslosigkeit nicht mehr zu überbieten hat dieser, auch nie gut gelaunte, Koch seine Mahlzeiten zubereitet.
Zusammen mit uns war noch ein älteres Ehepaar aus Portugal an Board, für die Beiden war es der mit Abstand schlechteste Koch nach insgesamt über 35 gemachten Frachtschiffreisen... das soll schon was heißen, denn anspruchsvoll waren auch diese Beiden nicht.
Im übrigen soll es schon was heißen, wenn der Kapitän als einziger im Speisesaal eine andere Mahlzeit bekommt wie sein Personal oder die Passagiere...
Im Nachhinein war es vielleicht auch besser so, denn wenn das Essen nur halbwegs geschmeckt hätte, wären wir sicherlich kugelrund mangels ausreichender Bewegung an Board zu Hause angekommen...

Zu Hause angekommen sind wir super herzlich von unseren Freunden und Eltern mit Transparenten und einer mit Luftballons geschmückten Einfahrt empfangen worden...
Das war echt beeindruckend! Vielen Dank!!!

So, das war´s und vielen Dank für euer Interesse an unserer Reise und auch für die vielen Emails.
In den nächsten Wochen werden wir unsere Berichte ein bisschen ordnen und auch neue Bilder hochladen. Es lohnt sich also dabeizubleiben.


Viele Grüße

Mark und Klaus


ENDE


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